Die EZB kauft Anleihen zurück und hält so die Zinsen niedrig. Niedrige Zinsen, damit Kredite billig sind und die Wirtschaft angekurbelt wird. So die Denke der Wirtschaftswissenschaftler.

Nun geht es der Wirtschaft wieder besser und niedrige Zinsen sind nicht mehr nötig. Das sagt auch der Bundesbankchef.

Szenario: Steigende Zinsen

Ab wann? Eigentlich ab 1.1.2018 aber weil der Finanzmarkt schlau sein will versucht er zu antizipieren und die Zinsen steigen schon früher.

Auswirkung a) Die Banken verdienen wieder mehr Geld weil die Marge zwischen dem Zins auf dem Konto und dem Zins bei Krediten wieder steigen.

Auswirkung b) Unternehmen zahlen Ihren Pensionären eine Betriebsrente. Damit sie das leisten können bilden sie stille Reserven und der Wirtschaftsprüfer schaut ob die ausreichend sind. Als die Zinsen niedrig waren hat der Wirtschaftsprüfer die Reserven mit sehr niedrigen Multiplikatoren hoch gerechent und kam zum Ergebnis: „Hallo Unternehmen Deine Reserven sind nicht hoch genug, Du mußt aus Deinen Gewinnen mehr Geld abzweigen um Deine Pensionärskasse zu füllen“ Jetzt wo die Zinsen drehen dreht sich der Effekt rum: Die Unternehmen mit besonders hohen Reserven können bei steigenden Zinsen weniger in die Reserven legen und sogar Teile der Reserven in die Gewinne einweisen. Ich schaue nach Unternehmen mit dem %ual höchsten Anteil von Pensionsrückstellungen zu Marktkapitalisierung (MC)

Hchstes Delta: #1 Lufthansa 120% /MC #2 Salzgitter 115%/MC #3 HeidelDruck 80%/MC #4 RWE 65%/MC.